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Firmengeschichte

Ein zweirädriger Handkarren, das notwendige Handwerkzeug und eine Wiese als Lagerplatz - mehr benötigte unser Firmengründer Helmut Bäuerle nicht, als er am 20. Juli 1953 im Alter von gerade mal 18 Jahren, seinen Betrieb gründete (Bild:1953 Erstes Fuhrwerk, Herr Bäuerle steht hinten rechts). Seine Willenskraft und sein fester Glaube an den Erfolg überzeugten einen Familienfreund, für Helmut Bäuerle als Bürge einzutreten. Nur so konnte das nötige Startkapital beschafft werden, um den Betrieb gründen zu können. In den ersten Wochen ging ihm nur sein Vater Gottlob Bäuerle bei der Arbeit zur Hand, doch schon bald hatte er drei feste Mitarbeiter. Ebenso unterstützten ihn die Bauern aus Mundelsheim durch gelegentliche Mitarbeit.

Altes Schwarz-Weiß-Foto Firmengründer

Stetiger Fortschritt und Weiterbildung spielten für Helmut Bäuerle eine große Rolle. So kaufte er sich bereits 1955 seine erste Verputzmaschine, einen „Zyklo Zwangsmischer“, um seinen Mitarbeitern, und auch sich selbst, einen Teil der schweren Arbeit zu erleichtern. Doch auch die schriftlichen Arbeiten waren für Herrn Bäuerle sehr wichtig. Aus diesem Grund führte er ein Tagebuch. Doch recht schnell merkte er, dass er ein geborener Handwerker war. Um sich voll und ganz auf seine Berufung konzentrieren zu können, übertrug Helmut Bäuerle das Schreiben von Briefen und Rechnungen seiner damaligen Verlobten (und späteren Ehefrau) Margret Rieger.

Altes Schwarz-Weiß-Foto Verputzmaschine

Der wirtschaftliche Aufschwung sorgte in der ganzen BRD dafür, dass es einen großen Mangel an Arbeitern für arbeitsintensive Tätigkeiten gab. Die Folge war, dass Gastarbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern Europas angeworben wurden, um in Deutschland zu arbeiten. Berni Luciano war der erster Mitarbeiter der Italien 1958 verließ, um Helmut Bäuerle und seinem Team tatkräftig zur Seite zu stehen (Bild links: 1958 Berni, der erster italienischer Gastarbeiter). Durch die Unterstützung weiterer Mitarbeiter konnte Helmut Bäuerle die Aufträge delegieren. Dadurch hatte er die Möglichkeit neben seinem Beruf noch die Meisterschule als jüngster Gipser- und Stuckateurmeister des Landkreises Ludwigsburg zu absolvieren (Bild rechts: 1958 Meisterschule, Herr Bäuerle erste Reihe dritter von links).

Altes Schwarz-Weiß-Foto: Erster italienischer Gastarbeiter
Altes Schwarz-Weiß-Gruppenbild Meisterschule

In dieser Zeit kaufte sich Helmut Bäuerle ein altes Bauernhaus, das er im Laufe der folgenden zwei Jahre zum Wohngebäude umbaute. Das Firmengebäude erhielt an der Giebelseite ein sehr aufwändiges Sgraffito (Putz-Kratztechnik), welches das Zusammenspiel des Stuckateurhandwerks mit dem Mundelsheimer Weinbau und der Landwirtschaft hervorragend widerspiegelt. Dieses Sgraffito entwarf und gestaltete Helmut Bäuerle zusammen mit dem Kunstmaler Georg Ostertag.

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Arbeiter am Sgrafitto

Um die Gerüste, Werkzeuge und Materialien transportieren zu können, kaufte Helmut Bäuerle 1960 sein erstes Fahrzeug, einen „Tempo Wiking Rapid“ (Bild 1960 Rathaus Mundelsheim). Durch die neu gewonnene Mobilität erweiterte sich der Wirkungskreis des Betriebes schlagartig und die Firma wuchs stetig. Deshalb wurde 1966 auch ein LKW für die verschiedenen Lasten benötigt. (Bild: 1966 erster Hanomag). Der LKW ermöglichte den Transport von größeren Gerüsten, so dass nun nicht nur Kirchen angerüstet und verputzt werden konnten, sondern auch die ersten Hochhäuser.

Rathaus Mundelsheim
Erster Hanomag LKW
Pleidelsheim
Freiberg Beihingen

Auch im Büro war die Weiterentwicklung deutlich sichtbar. Wurden 1960 die Rechnungen noch fein säuberlich von Hand aufgestellt (Bild links: 1960 Rechnungsformular), so wurden sie bereits einige Jahre später mit der Schreibmaschine getippt (Bild rechts: 1966 Rechnung).

Rechnungsformular 1960
Rechnung 1966

Es gab sehr viel zu tun

Ganze Siedlungen, große Neubaugebiete, Renovierungen und auch Arbeiten an repräsentativen öffentlichen Gebäuden - Helmut Bäuerle und sein Team hatten alle Hände voll zu tun.

Je größer die Firma wurde, desto größer wurde auch der Firmen-Fuhrpark. Auch die Maschinentechnik erweiterte und veränderte sich stetig. Musste das Arbeitsmaterial 1970 noch aus Säcken einzeln in die Maschine gebracht werden, so wurden beispielsweise 1983 durch die Rohrförderung mit der P 13 aus einem Silo oder 1988 mit der Containertechnik enorme Fortschritte in Richtung Arbeitserleichterung gemacht. Helmut Bäuerle legte immer großen Wert darauf, die vielen technischen Neuerungen mit Hilfe der modernsten Maschinen umzusetzen. Egal ob es um die Entwicklung und Erprobung neuer Maschinen und Geräte oder auch um neue Materialien ging - Helmut Bäuerle scheute nie davor zurück, die technischen Neuerungen bei Kunden und Architekten durchzusetzen, auch wenn dies manchmal ein äußerst schwieriges Unterfangen war. Aber auch wir gehen heute diesen eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter.

Mit uns die Zukunft gestalten

1981 begann Helmut Bäuerles Sohn Thomas seine Lehre als Stuckateur, dem sein Bruder Jürgen Bäuerle 1982 nacheiferte. Auch die Arbeiten im Büro wurden immer aufwändiger. So wurde Margret Bäuerle ab 1983 von ihrer Tochter Andrea unterstützt. Seit 1992 ist Andreas Ehemann, Carsten Koffler, für die kaufmännische Seite des Betriebes verantwortlich. Mit so viel familiärer Unterstützung konnte Helmut Bäuerle beruhigt in die Zukunft blicken und die Betriebsübergabe planen.
Ende des Jahres 2002 übertrug Helmut Bäuerle das Unternehmen vollends auf seinen Sohn Jürgen, seine Tochter Andrea und seinen Schwiegersohn Carsten Koffler. Gemäß dem Leitspruch „Mit uns die Zukunft gestalten“ wird das Unternehmen mit viel Engagement und Traditionsbewusstsein von ihnen weiter geführt. 2003 konnte das 50-jährige und 2013 mittlerweile auch das 60-jährige Firmenjubiläum zum Anlass genommen werden, sich bei allen Kunden, Architekten, Freunden und Geschäftspartnern sowie bei den Mitarbeitern zu bedanken. Ohne sie wäre die stetige Entwicklung in den letzten Jahren nicht möglich gewesen!

Gruppenfoto Teambild vor Firmengebäude